Aus dem Tagebuch einer guten Fee

Morgens um 7 bimmelt der Alarm der kleinen Fee und im Nu schwebt sie in die Lüfte. Nein, okay das ist gelogen. Es wird sich noch einmal rumgedreht und die letzten Träume hervorgekramt. Aber danach startet der Tag … Wirklich!

Kaum sind die Feenflügel gepudert geht es in die Küche, wo die Raubtierfütterung startet und die kleine Fee muss aufpassen nicht zwischen die Fronten zu geraten. Raubtiere haben es gar nicht gerne, wenn sich jemand in das Frühstück einmischt. Und es dauernd auch das eine oder andere Jahrhundert bis die Krokodile, Dingos und tasmanischen Teufel bemerkt haben, dass man ihnen zu dieser frühen Stunde nichts Böses will. Der frühe Vogel ist da nicht unbedingt ihr Freund.

Damit die Raubtiere nicht während des Tages vom Fleische fallen, kümmert sich die gute Fee noch für den Nahrungsnachschub. „Was möchtest du denn essen?“ „Daaaaaaaaaaaaaas“, schallt es durch die heimische Höhe, sodass die Spinnweben zittern. Okay, die gute Fee sucht etwas aus.
Dann aber endlich, endlich kann sich die kleine Fee auch für ihr leibliches Wohl kümmern und sich für den vollgepackten Tag stärken. Apfel, Joghurt, Toast, Nutella, Tee, Kiwis und vieles mehr stehen zur Auswahl. Wie wird sie sich wohl heute entscheiden? Mal kurz verschnaufen, doch oh Gott, das kleine Krokodil vermisst seine Kette. Also auf, auf kleine Fee die Pflicht ruft. Wäscheberge werden durchwühlt, Betten umgekrempelt, Schreibtische durchstöbert und eigentlich das halbe Haus auseinander genommen. Wo ist nur die Kette geblieben? Hier nicht und dort auch nicht, aber ohne Kette will das Krokodil das Heim nicht verlassen.

Doch da gongt schon die große Küchenuhr, alle Krokodile, Dingos und Tasmanische Teufel müssen fix in die Schule. Und wer glaubt‘s?  Unter dem Dingohelm liegt einsam glitzernd die Kette. Also sind alle Tränen schnell getrocknet und los, los, los die Schule ruft.

Jedoch der Weg dorthin ist kein einfacher. Herden von Wildpferden müssen beobachtet werden und schnell eine Lücke gefunden werden, durch die die Fee ihre Schützlinge lotst. Hier und da wiehert ein Pferd, der Weg birgt schon ein paar Gefahren. Offizier Känguru prüft jeden Schritt mit strengem Blick.

Da hinten in der Ferne regt der Rasselbande schon das große Schulhöhlendach entgegen. Bald ist es geschafft, doch Huch! Da hat der Dingo plötzlich schmerzen in den Pfoten.
„Komm, kleiner Dingo es ist nicht mehr weit.“, versucht die kleine Fee dem Dingo gut zuzureden „nur noch ein paar Pferdelängen und du siehst all deine Freunde.“ Das lindert die Schmerzen.

Zurück zu Hause hört die kleine Fee förmlich die Ruhe. Und sieht das Ergebnis der Kettensucherei und Raubtierfütterung. Geschwind wird alles zurück zu seinem Platz gebracht und Ordnung hergestellt. Am Ende streut die gute Fee noch ein wenig Feenstaub, damit alles blitzt und blinkt.

Puhh, die erste Tageshälfte ist überstanden, jetzt hat sich die Fee eine Auszeit verdient mit all den anderen aus der Feen-Company.




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