Australien. Das neue Mallorca? - Australia. the new Mallorca?

Wer als Deutscher nach Australien kommt und denkt, er wäre allein mit dieser Idee und würde hier höchstens 2,3 Deutsche finden, der wird nicht schlecht gucken, wenn er dann endlich da ist.
Denn hier allein in Canberra trifft man unter den Aupairs nahezu immer Deutsche. Und Canberra ist bei weitem nicht DIE Stadt, wo es viele Touristen, Aupairs oder Backpacker hinzieht. Es ist zwar die Hauptstadt, aber links und rechts daneben liegen Sydney und Melbourne. Und ganz ehrlich, wo würdet ihr wohl eher hingehen. Eben.

When you are German and wanna go to Australia, you will be one under thousands. In Canberra are plenty of Aupairs from Germany and Canberra isn't THE city to come as an tourist, Aupair or backpacker. Because left and right are Melbourne and Sydney and everyone wanna visit those cities.


Doch wirklich, selbst hier in dieser unscheinbaren (aber schönen) Stadt trifft man an jeder Ecke Menschen aus der Heimat. Gut, als Aupair geht man dahin, wo die passende Familie wohnt, ist also nicht so frei in der Ortswahl, aber wenn auch hier so viele Deutsche sind, muss man gar nicht erst groß nachrechnen, wie es dann wohl in den Metropolen aussieht.

But trust me, here in this inconspicuous (but lovely) town are Germans behind every corner. As an Aupair you go to the region where the suitable family lives, so you aren't really free in your decision. But I wonder how the situation is in the metropolises.

Postet man in die Facebookgruppe für Aupairs in Canberra etwas, antworten einem größtenteils, ihr habts erraten, DEUTSCHE. Das ist ja kein Problem, aber ich hab damit zum Beispiel nicht gerechnet. Ich dachte alle gehen nach Amerika. Falsch gedacht. 

If you post something in the Facebook-group for Aupairs in Canberra you will probably get many answer from Germans. That's okay but I haven't thought about so many of us. To be true, I thought everyone wanna go to America. Haha, fail.

Zum besser Englischsprechen ist das ja eher nicht so bombe, aber manchmal ist es auch ganz schön einfach drauf loszuplappern ohne nachzudenken. Obwohl mein Englisch sich in den letzten 6 Wochen schon enorm verbessert hat und das nun kein wirkliches Problem mehr darstellt. Oder besser gesagt ich mittlerweile Probleme kriege, dass mir im Gespräch schnell genug die deutschen Begriffe einfallen. Da ist Mundfasching vorprogrammiert. 

For improving your English this isn't the best thing but, well, you can choose if you just wanna meet Germans or other European/Australian people, too. I choose the second idea and my English went much better in the last 6 weeks. 

Ich finde es eigentlich größtenteils lustig, dass sich hier so viele tummeln von daheim, aber manchmal bin ich auch ein bisschen enttäuscht. Ich bin doch hier, um andere Leute, Sitten und Länder kennen zulernen. Hauptsächlich natürliche australische, aber italienisch, dänisch und amerikanisch ist doch auch total spannend. Und dann hofft man beim nächsten größeren Grupentreffen auf ein paar Nichtdeutsche, aber hmm das wird wohl eher nichts. Ich beschwere mich natürlich nicht darüber, denn schließlich bin ich ja selbst hier, und die deutschen Mädels sind ja auch alle ganz lieb und es ist schön sie kennen zulernen. 

Mostly I think it's funny to meet so many people from home, but sometimes I'm a bit disappointed. I mean, I came here to see how Australians live and to get to know other European girls. Well, I met some lovely girls from Italy and Denmark, which I spend most of my time with. And I never wanna miss them here again. But if you go to meet a new group of Aupairs, the majority is German. I don't wanna complain about this fact, because well I'm German, too but it is still funny. And all the Germans are nice to meet, too.


Doch dann frage ich mich: Ist Deutschland einfach nur das Land mit den abenteuerlustigsten jungen Menschen? Sind die anderen Europäer einfach heimatgebundener? Oder finden wir Deutsche Australien einfach spannender als unsere Nachbarn?

But I wonder, why they are so many people from home: Has Germany more adventuresome adolescents? Is the band between the people and the country in the other European countries stronger, so they don't wanna travel? Or does Germans just love Australia more than our European neighbors?


Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich mich manchmal fühle wie auf Mallorca. Da tummeln sich doch auch fast nur Deutsche. 

I've no idea. But what I know, is that sometimes I feel like I'm in Mallorca. Because Mallorca is full of Germans, too. Funny isn't it?

Eine andere Variante wäre natürlich auch, dass wir einfach alle mal raus müssen aus dem Alltagstrott, raus aus dem nahezu ewigen schlechtem Wetter, weg von den spießigen Nachbarn und rein in ein Land voller Spontanität und gleichzeitiger Entspannung. Da fällt doch vielen zuerst Australien ein, oder? 

A new idea would be that all Germans just wanna leave the country with all the bad weather, narrow-minded neighbors for some months and visit a country full of spontaneity and recreation. The first country I mention with this characteristic is AUSTRALIA. Did you think the same?




Sonnenbrille: Six
Oberteil: Pimkie
Jeans: Tally Weijl
Tasche: Valley Girl

Cookies, mal gesund aber lecker - Cookies this time healthy but yummy

Cookies sind glaub ich eine Sache, die jeder liebt. Egal ob Chocolate Chip Cookie oder White Chocolate Cookie. Es ist vollkommen egal welche Geschmacksrichtung, sie sind einfach ein Traum. Doch wie alle leckeren Sache sind Cookies meistens sehr ungesund. Ist ja immer dieselbe Leier, was lecker schmeckt und was du am liebsten ständig in sich hinein stopfen würdest, ist nicht gerade gut für deinen Körper. Also was nun? 

*Cookies are something everyone loves, it doesn't matter if they are Chocolate Chip cookies or White Chocolate Cookies. Whatever, they are a dream. But it would be really unlikely if they would be healthy. Because like always all stuff which tastes yummy really loves your hips.
 So what?


Ein Glück gibt es das liebe Internet, was ein sehr einfaches Rezept ausgespuckt hat für GESUNDE Cookies. Unglaublich oder? Das muss ich ausprobieren. Und da ich mich heute sowieso auf ein Picknick mit einer Freundin treffen wollte, war die Gelegenheit perfekt.

Mein Gastpapa hat noch skeptisch geguckt als ich ihm von meinem neuen Back-Experiment erzählt habe, aber die Tatsache, dass kein einziger Cookie übrig geblieben ist für ihn zu kosten, spricht wohl für sich. 

*Thanks God, there is the Internet with plenty of answers when you search for 'healthy cookies'. Isn't it unbelieveable?! I had to try them and which occassion is better than meeting with a lovely friend for picnic?

My hostdad was a bit sceptical about my new baking-adventure but well, there weren't any left to taste so I guess this says enough.


Aber jetzt zu den wichtigen Sachen, die Zutaten:
2 reife Bananen
1 Tasse Haferflocken
1 großer Löffel Peanut-Butter
1/2 Tasse Chocolate Chips (egal ob weiße, bittere oder Milchschokolade)

Die Haferflocken am besten in einen Mixer geben, damit sie schön klein gehackt werden. Jedoch Vorsicht: Wir wollen ja kein Erdnussmehl. 
Dazu gebt ihr dann einfach die 2 klein geschnippelten Bananen und einen großen Löffel Peanut-Butter, auch hier ist es egal ob ihr die cremige oder knusprige nehmt. Hauptsache es schmeckt.
Zum hebt ihr mit einem Löffel die Schokoladen Chips unter, je nachdem wie schokoladig ihr es möchtet, könnt ihr natürlich mehr oder weniger nehmen.

*Let's talk about the important stuff, the recipe:
2 ripe bananas
1 cup rolled oats
1 spoonful peanut-butter
1/2 cup chocolate chipe (doesn't matter if it is white, dark or milk chocolate)

You give the oats into a blender but be carefull, don't use the blender to long because you don't to have oats flour. After that you cut the bananas and put it to the oats. Than you add the Penaut butter. by the way you can use cream or crunchy one. Last but not least you add the chocolate chips with a spoon.

Nun wäre der Idealfall, wenn ihr den Teig in kleine Kugeln formt und dann mit in wenig Abstand auf das Backblech legt und anschließend mit der flachen Hand platt drückt. Wer das hinkriegt Hut ab, ich hab mich da angestellt, wie der erste Mensch. Überall war der Teig nur nicht auf dem Blech. Kleine Kügelchen? Matschepampe wär wohl treffender. Aber wozu hat ein schlauer Mensch Löffel erfunden? Damit geht's auch. Einfach mit ganz viel Liebe auf das Blech klatschen. 
Und dann nix wie ab damit in den Ofen, bei 180° C für ca 15- 20 Minuten. 
Dann sehen sie noch etwas unfertig aus, sind aber bereit den Ofen zu verlassen und auszukühlen. Sie sind dann innen noch schön weich und eben wie man sich das so vorstellt. 

*In ideal case you form little balls out of the dough and put them on the baking sheet. But yeahhh, hands down for them who are able to do that. I acted like a monkey, seriously. The dough were everywhere but on the baking sheet. But someone invented spoons (thank you, guy!) so use one.
Than you put the tray into the oven, which you preheated to 180°C before, for 15-20 minutes. Maybe the look a bit unready but that is okay, they ARE READY. Trust me.


Am besten lasst ihr sie ein bisschen auskühlen aber dann können sie endlich in den Mund wandern.
 Yummy *-*

*Cool them down and them just eat them! Enjoy. They are so yummy.


Der Kampf gegen Langeweile


Als Aupair ist es eine meiner Hauptaufgaben die Kids irgendwie zu beschäftigen. Und das ist leichter gesagt als getan. Denn welches Kind kann heutzutage noch mit sich selber spielen? Fernsehen, Ipad und Computer haben uns da einen großen Strich durch die Rechnung gemacht. 


Doch den ganzen Tag mit den Kids vor der Glotze hocken? Nee, das ist nichts für mich. Also, wurde das Internet strapaziert nach Ideen. Und dank Pinterest wird man da auch schnell fündig. 

Wie wär's mit einer Box gegen Langeweile? Denn ich denke, Fernsehen ist eine Folge aus zu viel langer Weile.
Gesagt. Eingekauft. Getan. 

Letztendlich wurde es keine Box sondern 2 alte Marmeladengläser, aber man kann ja alles nutzen, was man grade zu Hause findet. Außerdem braucht ihr noch 4 verschiedene Washi-Tape und Popsicle-Hölzchen. 
Und natürlich gaaaaaanz viele Ideen, was man denn auf die Hölzchen drauf schreiben könnte.


Dabei können die Kids aber sehr viel mithelfen. Einfach mit Zettel und Stift bewaffnen und los geht's. Mitunter sind da ganz kreative Ideen dabei. Nebenbei haben sie auch eine Menge Spaß dabei durch das Haus zu rennen und alles aufzuschreiben, wovon sie denken, sie könnten sich mit beschäftigen.

Anfangs haben wir uns als Ziel gesetzt 4 Kategorien zu schaffen mit je 20 Hölzchen, also Aufgaben. 
Die Kategorien sind:


Indoor activities
Kitchen fun
Outdoor activities
Weekend/ holiday activities


Man braucht also mindestens 80 Aktivitäten. Bei Indoor activities geht das ziemlich schnell, da haben wir letztendlich auch noch ein paar gemacht, aber bei Kitchen fun ist Kreativität gefragt. Klar, Kuchen, Cookies und Muffins backen, aber dann? Popsicles, Smoothies, Popcorn und vieles mehr haben uns dann doch gerettet und wir sind auf fast 20 Sachen gekommen. 



Vitaminschub

Was gibt es besseres als nach einer auspowernden Runde Sport, sich einen Smoothie zu gönnen?
Wenn ich den nicht haben würde, würde ich mich da wohl jedes Mal durch die ganzen Kekse, TimTams und jeden anderen Süßkram futtern. Und das wollen wir ja nicht.

Also dann Mixer an und los geht's:

1 gefrorene Banane
1 Handvoll Blaubeeren
1 Handvoll Himbeeren
1 Greek- Joghurt

Alles schön ein paar Minuten durchmixen et voilà wir haben einen leckeren und vor allem gesunden Snack für zwischendurch oder eben nach dem Workout. 




Auf die Plätze. Fertig. LOOOO ... ohhh Thai-Food

So, das Nutella-Glas (aus Plastik) ist leer, alle Erkältungen wohl überstanden und dank dem lieben Sale konnte ich mir auch endlich neue Laufschuhe leisten. Wuhu, es kann also losgehen. Ich habe keine Ausreden mehr. 

Warum ich als Jogging-hasser plötzlich Laufschuhe brauche? Nun, sagen wir Australien liegt zwar auf Platz 6 der Rangliste der gesündesten Länder der Welt, also weit vor Deutschland. Ich kann nicht meckern meine Familie kauft sehr, sehr viel Obst und Gemüse ein, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Und würde ich mich ausschließlich davon ernähren, hätte ich mein Portemonnaie getrost diesen Kauf ersparen können. 


Aber man ist ja neu in dieser Kultur und möchte natürlich alles testen. Und leider ist der meiste Kram nicht auf der Top 10 Liste der gesündesten Lebensmittel. 
Da hätten wir zum einen den Australian Meat Pie, der aus einer Teighülle besteht und meistens ausnahmslos mit Rindfleisch und Bratensauce gefüllt ist. Diese Kreation, welche für Europäer nicht sonderlich lecker ist, hat hier in etwa den Status wie Pizza. Und da es kaum Pies ohne Fleisch gibt und meistens in diesen Teigteilchen auch das Gemüse fehlt, ist dieses Fast-Food-Gericht in meinen Augen noch ungesünder als unsere heiß geliebte italienische Pizza. Auf der ist immerhin ab und zu Ananas.

Sicherlich wird diese Fast-Food-Bombe nicht mehr allzu oft auf meinem Teller landen, aber Australien hat ja noch viel mehr zu bieten. Durch die relative Nähe zu Asien, haben eben jene Bewohner hier ihren neuen Platz gefunden und natürlich ihre Kultur mitgebracht. Fast an jeder Ecke findet man ein asiatisches Restaurant. Halt, falsch! Hier wird sehr genau unterschieden, ob man gerade beim Vietnamesen, Thailänder oder Japaner is(s)t. Mal eben die Gastmama fragen, was sie da für das Abendbrot gekauft hat, endet in einer ausführlichen Beschreibung, was woher kommt. Ein Deutscher hätte gesagt: "Öhh asiatisch?" Also futtert man sich durch. Man will ja den Unterschied raus finden. Und letztendlich ist die asiatische Küche hier um einiges besser als daheim, also greift man beim Lunch auch oft zu dieser Alternative. Subway hat man ja auch zu Hause und naja Salate? Schmecken die nicht überall gleich? Vielleicht beim nächsten Mal.Versprochen. Aber heute geht es nochmal zum ... Asiaten (wer merkt sich schon den geschmacklichen Unterschied?). 

Doch auch eine ganz andere Gefahr lauert überall und möchte den Weg zu den Hüften finden: Schmeckt der australische McFlurry genauso wie der deutsche? Klar?! Nein, tut er wirklich nicht. Gut, die Zutaten sich wahrscheinlich die gleichen. Doch hierzulande wird das Topping nicht verrührt, das muss der Kunde schon selber machen. Verbrennt er auch gleich 0,00001 Kalorien. Sowas muss man doch rausfinden. 


Und wenn man dann, mit einer Truppe Mädels unterwegs ist, wo immer irgendwer hungrig ist und alle etwa gleich verliebt sind in das ganze neue Fast-Food Gelumpe, dann endet eben jedes Treffen mit einer leeren Packung Hokka Hokka. 

Außerdem ist es hier Gang und Gebe nach nahezu jeden Dinner Nachtisch zu essen. Meistens eine große Schüssel Eis. Einmal damit angefangen, ist es schwer mit dieser neuen Tradition zu brechen. Und man kann eben nicht standhalten, wenn die ganze Familie lecker Eis löffelt. 

Deswegen die Laufschuhe. Lange danach gesucht und endlich für 50$ (absolutes Schnäppchen!!) gefunden. 


PS: die ganze Fresserei hat natürlich auch was Gutes: Man kann für viel Gelächter im Laden sorgen, wenn man freudestrahlend den WOW sooo billigen Sportschuh in der Hand hält, ihn seinen Mädels präsentiert und sie einen dann peinlich lächelt eröffnen, dass das nicht 79$ sind ... sondern 179$. Brille auf, Sanji du musst doch die 1 davor sehen!


Ich nehm einmal alles!

Ich stell mir das so vor: Mein deutsches Immunsystem sieht all die australischen Bakterien, Viren und Krankheiten und denk sich "Booooar geil, neue Freunde! Die muss ich doch unbedingt Willkommen heißen!" 


Dass diese unbekannten Krieger leider alles andere als Freunde sind, merkt es leider immer erst einen Tick zu spät. Nämlich genau dann, wenn ich krank im Bett liege oder mein Auge zugeklebt ist. Dann merkt es, dass es vielleicht nicht ganz so gegen die australischen Krankheitserreger gewappnet ist wie gedacht. Was es aber nicht davon abbringt, sämtliche neue Viren nicht auch herzlichst zu empfangen.


Und so kommt es, dass ich die letzten 2 Wochen wegen immer anderen Sachen etwas rumgekränkelt habe. Man gönnt sich ja sonst nichts. Natürlich ist es nie irgendwas schlimmes, aber nervig ist es schon, wenn man jeden Tag 110% geben möchte und dann doch nicht alles machen kann, was man sich vornimmt. 

Aber es geht aufwärts und ich hoffe für die nächste Erkältung kann mein Immunsystem das eine oder andere Schutzschild ausfahren. Es hat ja jetzt gelernt. 
  

Einmal Paradies, bitte

4 Mädels, 3 Nationen, 1 Ziel: Batemans Bay.
Einmal den Alltag entfliehen, Sonne tanken und die Seele baumeln lassen. Das war unser Plan, aber Pläne braucht man nicht, wenn man das Paradies sucht. Und genau das haben wir gefunden. 


Nach ungefähr 2 Stunden Fahrt durch einmalige Landschaft, kurvenreichen Straßen und begleitet von manch einheimischen Tieren, erreicht man Batemans Bay. Schon der kleine Hafen mit all den süßen Booten lässt jedes Fotografie-Herz höher schlagen. Doch das sollte sich lieber auf eine Achterbahnfahrt vorbereiten.
Schlimmste Sache, die man machen kann: den Fotoapparat vergessen. Aber heutzutage hat ja jeder für den Notfall sein Smartphone parat. 


Der erste Strand den wir erreichten, war Batehaven gleich neben der Stadt. Dort konnten wir unser Glück kaum fassen. Ein nahezu menschenleerer Strand, so sauber wie nirgends und keineswegs vergleichbar mit Ostsee oder Mallorca. Trotz Frühlingsanfang war das Wasser angenehm warm, auch wenn wir nur unsere Füße hinein gehalten haben. 


Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal mit den Freundinnen so einen Traumstrand zu entdecken, zu quatschen und zu lachen. Doch noch einer Weile ging es weiter. Wir wollten mehr sehen, wollten wissen, ob es noch mehr dieser Fanatsieorte gibt.


Gibt es. Solange man das Navi ausschaltet und einfach mal anderen Autos folgt und hofft, dass die nächste Straße Sackgasse ist. So haben wir manch schönen Beach gefunden, den wir ansonsten sicherlich nicht entdeckt hätten.


Highlight war eine Steilküste, an der wir zuerst Muscheln gesucht haben und später durch Zufall den Weg zu den Klippen gefunden haben. Ich denke, jemand mit Höhenangst hätte es nicht ganz so genossen, aber für alle anderen ist es ein traumhaftes Erlebnis. Oben zwischen den Bäumen zu stehen und auf das Meer schauen, welches 30m unter einem hohe Wellen schlägt. Welches Mädchen träumt nicht davon? Ach, was sag ich da: WER träumt nicht von so einem Ort? Am besten ja genau vor der Haustür, aber ich glaub irgendwann weiß man es dann gar nicht mehr zu schätzen. Wie das immer so ist. 


Ein liebsten würden wir diesen Ort in uns einschließen in ein Marmeladenglas und es herausholen, wenn in Deutschland grad mal wieder Schmuddelwetter herrscht. Doch das Einzige, was wir tun konnten, war tausende Fotos zu schießen. Das Fotoalbum wird sich freuen.



Und so kann man das Paradies doch zumindest ein wenig mitnehmen.

 



*die Fotos sind teilweise von mir aber ich darf auch die wunderschönen Bilder von der lieben Camilla Zanchetta

Aus dem Tagebuch einer guten Fee

Morgens um 7 bimmelt der Alarm der kleinen Fee und im Nu schwebt sie in die Lüfte. Nein, okay das ist gelogen. Es wird sich noch einmal rumgedreht und die letzten Träume hervorgekramt. Aber danach startet der Tag … Wirklich!

Kaum sind die Feenflügel gepudert geht es in die Küche, wo die Raubtierfütterung startet und die kleine Fee muss aufpassen nicht zwischen die Fronten zu geraten. Raubtiere haben es gar nicht gerne, wenn sich jemand in das Frühstück einmischt. Und es dauernd auch das eine oder andere Jahrhundert bis die Krokodile, Dingos und tasmanischen Teufel bemerkt haben, dass man ihnen zu dieser frühen Stunde nichts Böses will. Der frühe Vogel ist da nicht unbedingt ihr Freund.

Damit die Raubtiere nicht während des Tages vom Fleische fallen, kümmert sich die gute Fee noch für den Nahrungsnachschub. „Was möchtest du denn essen?“ „Daaaaaaaaaaaaaas“, schallt es durch die heimische Höhe, sodass die Spinnweben zittern. Okay, die gute Fee sucht etwas aus.
Dann aber endlich, endlich kann sich die kleine Fee auch für ihr leibliches Wohl kümmern und sich für den vollgepackten Tag stärken. Apfel, Joghurt, Toast, Nutella, Tee, Kiwis und vieles mehr stehen zur Auswahl. Wie wird sie sich wohl heute entscheiden? Mal kurz verschnaufen, doch oh Gott, das kleine Krokodil vermisst seine Kette. Also auf, auf kleine Fee die Pflicht ruft. Wäscheberge werden durchwühlt, Betten umgekrempelt, Schreibtische durchstöbert und eigentlich das halbe Haus auseinander genommen. Wo ist nur die Kette geblieben? Hier nicht und dort auch nicht, aber ohne Kette will das Krokodil das Heim nicht verlassen.

Doch da gongt schon die große Küchenuhr, alle Krokodile, Dingos und Tasmanische Teufel müssen fix in die Schule. Und wer glaubt‘s?  Unter dem Dingohelm liegt einsam glitzernd die Kette. Also sind alle Tränen schnell getrocknet und los, los, los die Schule ruft.

Jedoch der Weg dorthin ist kein einfacher. Herden von Wildpferden müssen beobachtet werden und schnell eine Lücke gefunden werden, durch die die Fee ihre Schützlinge lotst. Hier und da wiehert ein Pferd, der Weg birgt schon ein paar Gefahren. Offizier Känguru prüft jeden Schritt mit strengem Blick.

Da hinten in der Ferne regt der Rasselbande schon das große Schulhöhlendach entgegen. Bald ist es geschafft, doch Huch! Da hat der Dingo plötzlich schmerzen in den Pfoten.
„Komm, kleiner Dingo es ist nicht mehr weit.“, versucht die kleine Fee dem Dingo gut zuzureden „nur noch ein paar Pferdelängen und du siehst all deine Freunde.“ Das lindert die Schmerzen.

Zurück zu Hause hört die kleine Fee förmlich die Ruhe. Und sieht das Ergebnis der Kettensucherei und Raubtierfütterung. Geschwind wird alles zurück zu seinem Platz gebracht und Ordnung hergestellt. Am Ende streut die gute Fee noch ein wenig Feenstaub, damit alles blitzt und blinkt.

Puhh, die erste Tageshälfte ist überstanden, jetzt hat sich die Fee eine Auszeit verdient mit all den anderen aus der Feen-Company.




Kein Glotzenkind

Also wirklich, ich ertappe mich ganz oft dabei, wenn meine Freunde über irgendwelche Serien oder Shows quatschen, die sie in ihrer Kindheit gesehen haben, dass ich mich frage „Worüber zur Hölle reden sie?“ 20 serienbedingte Insiderjokes später, oute ich mich dann meistens und frage nach. „Waaaaaas du hast nicht XY geguckt? Waaaaaaaaaas du kennst YZ nicht?“ Und am besten dann noch der Lieblingssatz: „Was hattest DU denn für ‚ne Kindheit?!“

Zuerst habe ich mich dann wirklich ein wenig dumm gefühlt. Aber spätestens nachdem Google strapaziert wurde, war ich ehrlich gesagt froh den ganzen Quatsch nicht zu kennen. Ein Junge, der zusammen mit seinem Onkel (?) Abenteuer in der Eisenbahn erlebt? Da fahr ich doch lieber mit meiner Oma die Welt entdecken und hab die Abenteuer aus erster Hand. Ohne dummen Geschwafel. Ohne Werbeunterbrechungen. Oder wir waren auf dem Rummel. Ein paar meiner besten Kindheitserinnerungen stammen von diesem quietschbuntem Ort, voller lachender Kinder und Zuckerwatte.

Es ist doch auch viel besser bis zum Abendbrot im Garten rumzubuddeln, als nachmittags um 3 erklärt zu kriegen, wie sich ein Regenwurm anfühlt. Natürlich muss man dafür das Glück haben auf einem kleinen Dorf aufzuwachsen, wo jedes Haus seinen eigenen Garten hat. Aber ich denke auch Stadtkinder können die echte Welt entdecken. Auf’m Spielplatz um die Ecke. Oder im Notfall gibt es ja wieder die lieben Großeltern.
Ich finde, ich hatte eine tolle Kindheit. Bin jeden Tag schmutzig vom Spielen nach Hause gekommen. Mit kaputten Hosen und aufgeschlagenen Knien. Aber mit einem Lachen im Gesicht.

Ich bin froh in einer Zeit geboren worden zu sein, in der Babys noch nicht nach dem Smartphone der Eltern gegrabscht haben oder 1A  „Ipad“ sagen konnten. Das ist doch Spielzeug für Erwachsene. Okay, gut nicht nur für Erwachsene aber eben nicht für kleine Kids. Was haben SIE denn für eine Kindheit? Gesteuert von einem leuchtendem Tablet, dass ihnen Regeln vorgibt und sie davon abhält auf Bäume zu klettern.
Ich hatte nie einen Fernseher in meinem Zimmer. Wollte ich auch nie. Gut, manchmal war es ein bisschen ätzend, wenn man sich mal auf einen Film gefreut hat, aber sie etwas anderes gucken wollten. Aber wie gesagt, ich bin kein Glotzenkind. Fernsehverbot, wenn ich was ausgefressen hatte? Hätte mich nicht interessiert, hab mich davor ja eh nur gelangweilt. Obwohl, EINE Show gab es dann doch in meiner Kindheit und die war Pflichtprogramm für die ganze Familie: Tigerentenclub! :D Aber dann es auch schon wieder aufgehört.

Meine Gasteltern haben es nur gut gemeint und mir einen eigenen Fernseher ins Zimmer gestellt … Ratet mal, was gerade abmontiert wurde und irgendwo anders im Haus seinen neuen Platz finden wird. Irgendwo, wo er mir keinen wertvollen Schreibtischplatz raubt.

Wie ich da jetzt drauf komme? Nun, ich finde es schockierend, was heutzutage als Kinderprogramm im Fernsehen läuft. Und dass anscheinend viele Kids diesen amerikanischen Kram lieben. Irgendwelche Fantasiegebilde, die agieren wie Menschen, aber aussehen, wie … Ja keine Ahnung wie komische Kreaturen, eben. Komische Kreaturen aus dieser öden Röhre, die schon lange keine Röhre mehr ist, sondern flach und riesengroß.


Wer denkt sich denn den ganzen Quatsch aus? Wollen sie den Kindern helfen, oder sie bestrafen? Ich blick da nicht mehr durch. Ich glaub meine Kinder später werden‘s mal schwer haben. Aber bis dahin denken, sich diese schlauen Menschen bestimmt noch ganz viel anderen Kram aus, den jedes Kleinkind unbedingt gesehen haben MUSS. Haha.